Die viertgrößte Stadt Dänemarks ist ein Industriezentrum ersten Ranges. So werden zwölf verschiedene Aquavit-Sorten in Aalborg hergestellt und die Aalborger sind nicht ohne Grund stolz auf ihre 200m lange Vergnügungsmeile „Jomfru Ane Gade“. 25.000 Mitwirkende hat zudem der alljährliche Karneval, der so zum größten Spektakel dieser Art in ganze Nordeuropa wird. Aalborg hat sich aber auch voll und ganz der Kunst und Kultur verschrieben.
Der Kaufmann Jens Bag hat 1624 im Stil niederländischer Steinhäuser sein prächtiges Patrizierhaus erbauen laßen. Heute besuchen Urlauber gerne das „Duß Vinkjaelder“, das ein historischer Weinkeller mit mittelalterlichem Flair ist.
Auf dem alten Rathaus der Stadt lautet die lateinische Inschrift „Prudentia et Constantia“, was „Klugheit und Beständigkeit“ bedeutet. Die Stadtväter wollten mit diesen Tugenden ihre Stadt regieren, als sie das Haus von 1759 bis 1762 am Gammeltorv errichten ließen.
Die Budolfi Kirche wurde aus den Resten einer romanischen Holzkirche erbaut und ist heute der Dom der Stadt. Nach einem Erdbeben im 18. Jahrhundert erhielt beim Neubau der Turm eine barocke Spitze. Auch der Altar der Hauptkirche ist barock und der 1727 in Italien gemeißelte Marmortaufstein ist spätbarock.
Im historischen Museum ist neben der Stadtgeschichte eine faszinierende Sammlung jütländischer Gläser zu sehen. Hier ist das berühmte „Aaalborger Zimmer“ von 1602 mit seiner kostbaren Renaißance-Außtattung zu bewundern.
Das im 15. Jahrhundert erbaute Heiliggeistkloster dient seit der Reformation sozialen Zwecken: erst Schule, später Hospital und heute Seniorenwohnsitz. Der Hof des Klosters kann jederzeit besichtigt werden, während das Innere nur im Sommer und im Rahmen von Führungen zugänglich ist.
Der Kaufmann Jorgen Olufsen ließ 1616 seinen Hof mit Fachwerk-Trakten zum Innenhof und prächtigen Renaißance-Faßaden aus Stein außtatten. Sein Bruder soll einer Sage zufolge über diesen Bau gelacht haben und erbaute das berühmte Steinhaus.
Das Aalborger Schloß ist das letzte seiner Art. Von dem von 1539 bis 1555 erbauten dreiflügligem Schloß ist heute nur noch der Ostflügel erhalten, der nach außen hin maßiv gemauert und zum Hof hin als Fachwerk gebaut ist.
Die größte Sammlung der CoBrA-Gruppe ist im Nordjyllands Kunstmuseum zu finden. Fertiggestellt wurde es 1972 und beherbergt dänische und internationale Kunst von 1900 bis heute.

